Aktuell
29.07.2010
Von der Kompetenz profitieren
Theresia-Scherer-Schule verabschiedet 25 neue Heilerziehungspfleger

Rheinfelden/Herten. Es hatte schon etwas Zauberhaftes, als fernöstliche Klänge durch den historischen Gewölbekeller der Himmelspforte in Wyhlen klangen. Spontan hatten die Schüler des Unterkurses eine deutsch-koreanische Musikgruppe gebildet, um die Abschlussfeier der 25 Absolventen der Theresia-Scherer-Schule musikalisch zu begleiten. Lesen Sie mehr
26.07.2010
Netzwerke für junge Familien
Das St. Josefshaus Herten sorgt sich um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

v.l.: Renate Kanzinger, Doris Hinum, Katja Köppel-Nelke, Beate Pfriender-Muck und Sabine Josef
Rheinfelden/Herten. Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitswelt, das Aufbrechen traditioneller Familienstrukturen und der demografische Wandel stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen: Eine familienfreundliche Arbeitswelt wird für sie zu einem immer wichtigeren Standortfaktor. Das St. Josefshaus Herten hat jetzt seine Mitarbeiter zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um auf den unmittelbaren Bedarf zugeschnittene Kinder-Betreuungsangebote für seine Mitarbeiter zu schaffen. Lesen Sie mehr
26.07.2010
Ein Schritt zu mehr Selbstständigkeit
Der Landkreis Lörrach und das St. Josefshaus bereiten Förderschüler und junge Menschen mit Behidnerungen in gemeinsamer Einrichtung auf Arbeitswelt vor.

Rheinfelden-Herten/Lörrach. Der Landkreis Lörrach und das St. Josefshaus in Rheinfelden-Herten machen gemeinsame Sache. Sie führen ihre bisher parallel geführten Strukturen in einer Berufsvorbereitenden Einrichtung (BVE) zusammen. In Lörrach-Haagen wurde ein geeigneter Standort gefunden, um Förderschüler und geistig behinderte Jugendliche schrittweise ans Arbeitsleben heranzuführen und ihnen mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen. Lesen Sie mehr
17.07.2010
Westweg mit Pferdesalbe und Fußmassage

Sie erwanderten den Westweg: (v.l.) Hubert Weick, Ute Eisinger,
Jochen Strobel, Hans-Peter Fenzel, Günther Hirsch, Claudia Ging-Staudenmaier und Günther Bögner.
Rheinfelden/Herten. Sie haben es geschafft: Fünf Menschen mit Behinderungen, assistiert von zwei Betreuern, sind den 260 Kilometer langen Westweg von Pforzheim bis Basel gegangen. Erschöpft von der großen Hitze, aber glücklich über ihre Leistung, kehrten die Wanderer nach 13 Tagen in das St. Josefshaus zurück. Lesen Sie mehr
12.07.2010
Markhof rockt mit fünf Live-Bands

Rheinfelden/Herten.Zum sechsten Mal in Folge findet am Samstag, 17. Juli, von 17 Uhr an, das integrative Open-Air-Festival "Markhof rockt" statt. Auf der idyllisch am Waldrand gelegenen Grünfläche des Campus Markhof am Hertener St. Josefshaus, zwischen Herten und Wyhlen, werden dieses Jahr wieder rund 600 Besucher erwartet, die sich auf hochkarätige Live-Acts aus der Region freuen dürfen. Lesen Sie mehr
09.07.2010
Mittendrin im Leben
Ökonomische Analyse beschreibt die Wertschöpfung der Hertener Behinderteneinrichtung

Prof. Schellenberg erläutert den "Social Return on Investment" des St. Josefshauses Herten
Rheinfelden/Herten. Es lohnt sich, das St. Josefshaus in Herten zu betreiben. Es tut den Menschen gut, die darin leben, denen, die dort arbeiten, der Stadt
und dem Landkreis. Die gestern im Rheinfelder Rathaus vorgestellte Studie von Klaus Schellberg zur Wertschöpfung der Behinderteneinrichtung beschreibt sogar einen Nutzen für eine
größere Region. Landrat Walter Schneider formulierte es so: "Wenn es das St. Josefshaus nicht gäbe, müsste man es erfinden - auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten." Die ethische
Verpflichtung ist ohnehin unbestritten. Lesen Sie mehr
Podcast - SWR 4 "Wertschöpfungsanalyse St. Josefshaus Herten"
(4 Mb)
01.07.2010
Inklusion - eine Herausforderung für das St. Josefshaus
Rheinfelden/Herten.Wissenschaft trifft Praxis. Vortragsreihe im St. Josefshaus

Anschließend stellten sich Thomas Hügel (links) und Professor Dr. Klaus Baumann (rechts) den Fragen des Publikums. Direktor Bernhard Späth (Mitte) moderierte die Runde.
Rheinfelden/Herten. Möglicherweise steht die Behindertenhilfe in Deutschland vor einem gewaltigen Wandel, der das St. Josefshaus in seinen Strukturen völlig verändern wird. Das war den beiden Fachvorträgen zu entnehmen, mit denen das St. Josefshaus eine öffentliche Vortragsreihe gestartet hat, zu der es im Wechsel Wissenschaftler, Praktiker und Politiker einlädt, um mit ihnen aktuelle Themen aus den Bereichen der Behinderten- und Altenhilfe zu diskutieren. Lesen Sie mehr
30.06.2010
Großes Lob für Wolfsjunge
Rheinfelden/Herten. Stiftung Kulturelle Jugendarbeit und Barmer GEK übergaben Spende für das erfolgreiche Theaterprojekt. "Ich bin begeistert. Die Schulen brauchen solche Projekte, um zu zeigen, so kann, so muss es gehen", freute sich Hartmuth Hahn, Referent für Kultur und Sport vom Kultusministerium Baden-Württemberg. Lesen Sie mehr
28.06.2010
Sommerfest mit Spatenstich

Rheinfelden/Herten. Das St. Josefshaus hat am Wochenende gleich zweimal gefeiert. Auf dem Programm stand das Sommerfest und der Spatenstich für das neue Versorgungszentrum. Und das bei bestem Sommerwetter. Lesen Sie mehr
21.06.2010
Miteinander spielen und lernen
Behinderte und nichtbehinderte Schüler arbeiten gemeinsam an einem Theaterprojekt
Rheinfelden/Herten.Was heißt „Anderssein“? Und was bedeutet „Integration“? Ein kooperatives Theaterprojekt behinderter und nichtbehinderter Schüler macht das erfahrbar. Harald Peghini und Martin Häußler von der Karl-Rolfus-Schule in Herten konnten dafür die Hans-Thoma-Hauptschule Warmbach und die Pestalozzi Schule Lörrach gewinnen. Unterstützung kam auch aus Stuttgart: Die Stiftung kulturelle Jugendarbeit des Kultusministeriums Baden-Württemberg übernahm schließlich das Projekt mit den Schulen als Kooperationspartner. Am Sommerfest des St. Josefshauses, das am 26. und 27. Juli stattfindet, ist Premiere.
Das Bühnenbild steht. Unter der professionellen Leitung von Felicitas Tauer und Michael Zerr vom Theater „Tempus fugit“ proben die Schüler noch kräftig ihre Rollen. Noch ist nicht alles perfekt. Mal wird ein Einsatz verpasst oder ein Schüler hat seinen Text vergessen.

Michael Zerr vom Theater „Tempus fugit“ (rechts) mit behinderten
und nichtbehinderten Schülern bei den Proben zu „Der Wolfsjunge“
„Das übliche halt in diesem Probenstadium.“ Felicitas Tauer und Michael Zerr nehmen das locker. Schon seit Dezember vergangen Jahres erarbeiten sie mit den Schülerinnen und Schülern im Alter zwischen neun und 14 Jahren in wöchentlichen Proben das Stück. Beide wirken sehr gelassen. Ob die Arbeit mit geistig behinderten Menschen schwieriger sei? Nicht wirklich, meinen sie. Es sei eine Sache der Methodik. „Man muss alles mehr bildlicher erklären als sonst“, meint Felicitas Tauer. „Und wir müssen mehr wiederholen, damit die Abläufe drin sind.“ Aber dafür kämen behinderten Kinder offener auf einen zu, was es wieder einfacher mache, ergänzt Michael Zier. Nächste Woche beginnen sie mit den Intensivproben. Dann wird es langsam ernst.
Erzählt wird die Geschichte des Wolfsjungen Viktor, der im Jahre 1798 in einem Wald in Südfrankreich aufgefunden wird und aus dem die Bewohner des benachbarten Dorfes einen zivilisierten Menschen machen möchten.
Das Stück hat „Tempus fugit“ ausgesucht. „Ein hervorragendes Thema“, findet Martin Häussler, der die Produktionsleitung für das Stück übernommen hat. Denn die Theater-AG der Karl-Rolfus-Schule wolle ja mit diesem Projekt einen neuen Weg gehen. „Das Ziel ist über das Theaterspielen Begegnung und Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu schaffen“, erklärt er.
Dazu passt das Stück vom Außenseiter, den man versucht in die Gesellschaft einzubinden. „Das Stück hat dazu beigetragen, dass sich die Schüler der verschiedenen Schulen gefunden haben“, erzählt Häußler.
So sei der Anfang geprägt gewesen von Zurückhaltung zwischen den Schülern. Doch die Handlung des Stückes bot die Möglichkeit, die Berührungsängste nach und nach abzubauen. „Es gab Momente im Stück, wo die Schüler ihre Rollen verlassen haben und kurz sie selbst waren. Dabei entstanden reale Situationen, die im Stück thematisch behandelt wurden, “ freut sich Häusler darüber, dass die Absicht des Projektes aufgegangen ist. „Viele Regelschüler denken jetzt gar nicht mehr nach, ist der anders oder nicht?“

Rheinfelden/Herten.Am 17. Juli rockt wieder der Markhof. Für das diesjährige Open-Air Konzert konnten zwei sehr gute Nachwuchs-Bands aus der Umgebung gewonnen werden: „Stack Tunes“ aus Müllheim und „Ferum Incantare“ aus Herten/Wyhlen.
Dagegen haben sich die Bands „The Latin Loosers“, „Funk Tinal“ und besonders „Tram“ bereits überregional einen Namen gemacht.
Neu in diesem Jahr wird ein Karten-Vorverkauf angeboten, der ein Euro günstiger ist als die Abendkasse: Karten im Vorverkauf 5 €, Abendkasse 6 €.
Vorverkaufsstellen: Pforte Markhof und Herten, Tel.: 07623 470-0
23.03.2010
Tag der offenen Tür in der Karl-Rolfus-Schule

Rheinfelden/Herten. Die Karl-Rolfus-Schule am St. Josefshaus Herten lädt am Sonntag, 28. März, zum Tag der offenen Tür ein. Von 13 bis 17 Uhr können die Unterrichtsräume besichtigt werden. Die Lehrkräfte und Therapeuten werden vor Ort sein und geben zu ihrem Fachgebiet oder zu allgemeinen Fragen der Schulpädagogik für Kinder mit geistiger Behinderung Auskunft. Zudem stehen der Elternbeirat sowie der Förderverein „Rückenwind“ für Auskünfte zur Verfügung.
16.03.2010
Faszinierende Tierwelt
Rheinfelden/Herten.Im Rahmen der Erwachsenenbildung der offenen Hilfen des St. Josefshauses besuchten jetzt Menschen mit Behinderungen den Basler Zoo. Im Mittelpunkt stand ein Einblick in die faszinierende Welt der Gorillas.
Der Besuch wurde mit einem Diavortrag und einem Filmbeitrag von dem Pädagogen Jost Baier vorbereitet. Im Affenhaus des Baseler Zoos sprach dann die Affen-Expertin Christine Huber eine Stunde über diese spannenden Tiere und beantwortete Fragen, die sich aus dem Vortrag und der Beobachtung der Tiere ergaben. Dabei kam Erstaunliches zutage: Zum Beispiel, dass die Gorillas nur sehr selten im Zoo mit Bananen gefüttert werden. Der Grund: Bananen machen dick und die Folge ist Diabetes. Da habe man früher vieles falsch gemacht, erläuterte die Affen-Expertin. Aber schließlich würden auch die Zoologen ständig dazulernen.

Die Teilnehmergruppe mit Christine Huber (ganz vorne), der
Affen-Expertin des Baseler Zoos.
Fachmännisch begleitet von Christine Huber, beobachteten die Teilnehmer gebannt, wie lernfähig die Gorillas sind. Geschickt setzten sie etwa einen Ast, den sie zuvor auf die passende Größe gebrochen hatten, als Werkzeug ein, um an eine schmackhafte Möhre zu gelangen.
Wohl gerade noch rechtzeitig konnten die Teilnehmer diesen informativen und auch unterhaltsamen Einblick in die Affen-Welt genießen: Demnächst wird die Gorilla-Gruppe in einen andern Zoo umziehen, da das Affenhaus in Basel neu gestaltet wird.
Das Kursprogramm der Erwachsenenhilfe des St. Josefshauses ist erhältlich bei: Offene Hilfen St. Josefshaus, Erwachsenenbildung, Christiane Disch, Telefon 07623/470-330, E-Mail: c.disch@sankt-josefhaus.de. Das Kursprogramm umfasst kulturelle, sportliche, kreative und spirituelle Angebote für Menschen mit Behinderungen.
21.01.2010
St. Josefshaus gedenkt seiner Euthanasie-Opfer
Rheinfelden/Herten.Die Euthanasie-Opfer während der Nazizeit stehen im Mittelpunkt des Gedenkgottesdienstes am Sonntag, 31. Januar, um 11 Uhr in der St. Josefskirche in Herten.
Vor 70 Jahren hatte das Hitler-Regime mit der systematischen Ermordung von geistig behinderten Menschen begonnen. Das St. Josefshaus erinnert in diesem Gottesdienst an die 345 Kinder, Frauen und Männern der Einrichtung, die 1940 im Rahmen des Euthanasieprogrammes der Nationalsozialisten in Grafeneck ermordet wurden. Der Gottesdienst ist eine Einladung an alle, sich in der Erinnerung mit den Ereignissen von damals auseinanderzusetzen und sich der Verantwortung für Menschen mit einer Behinderung in unserer Gesellschaft zu vergegenwärtigen.
Der Gottesdienst bildet den Auftakt zu einer kleinen Veranstaltungsreihe, mit der das St. Josefshaus einen Beitrag dazu leisten möchte, die Ermordeten dem Vergessen zu entreißen. Im Mittelpunkt steht im Herbst ein Symposium, das die damaligen Geschehnisse thematisiert und mit aktuellen Fragestellungen verknüpft.
19.01.2010
Mosaik ziert Karl-Rolfus-Schule
Rheinfelden/Herten.Die Schüler der Karl-Rolfus-Schule haben den Eingangsbereich ihrer Schule im Rahmen einer Projektarbeit in Eigenregie neu gestaltet.
Eigentlich verfügt die Karl-Rolfus-Schule über ein Juwel in ihrem Eingangsbereich. Ein kleiner Brunnen. Doch unscheinbar, mit eintönigen Fliesen beklebt, fiel der Brunnen kaum ins Auge. Um das zu ändern und den Eingangsbereich der Schule aufzuwerten, schrieb die Leitung kurzerhand einen schulinternen Gestaltungs-Wettbewerb aus.
Mehrere Schulklassen nahmen daran teil, überlegten Konzepte, reichten Modelle und Zeichnungen ein. Den Zuschlag erhielt schließlich die Klasse „Kuhn/Schade/Quay“.

Ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten die Schüler der Projektgruppe bei der Gestaltung des Eingangsbereiches.
Im „Mittelpunkt unseres Konzeptes stand die Idee, Elemente unseres Schulhauses in die Gestaltung des Brunnens einzubringen“, erläutert Detlef Quay, der die technische Leitung des Projektes übernahm.
So entstand ein Mosaik, dessen Struktur dem Ornament des Fensterbogens über dem Eingang des Schulhauses nachempfunden ist.
Für das Mosaik zertrümmerten die Schüler Kacheln, die sie anschließend mit Wasser und Sand im Betonmischer trommelten, damit alle scharfen Ecken und Kanten abgeschliffen wurden. Anschließend klebten die Schüler Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen auf entsprechend geformte Netze, die dann an die Wand geklebt und verfugt wurden.

Der neu gestaltete Eingangsbereich.
„Das ganze Material haben wir vom Recyclinghof. So konnten wir das Ganze mit einem ganz geringen Kostenanteil zustande bringen und zugleich ein Beispiel dafür setzen, wie einfach weggeworfene Dinge wieder nutzbar gemacht werden können“, erläutert Christina Kuhn, die das Projekt von der künstlerischen Seite aus betreute.
Die Arbeit hat sich gelohnt. Bei der Übergabe gab es ein dickes Lob vom Schulleiter Martin Gramlich: „Das Ergebnis ist fantastisch. Der Eingangsbereich gibt jedem Besucher den ersten Eindruck von unserer Schule, und der vermittelt jetzt Kreativität und Lebendigkeit.“



